Arabische Dips (Rezeptsammlung)

Cremig, lecker und vielseitig – willkommen in der bunten Welt der arabischen Dips. Dips sind definitiv eines der Highlights einer arabischen Mahlzeit, ob zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Eine Gemeinsamkeit der meisten arabischen Dips ist, dass sie eine (oder mehrere) Gemüsesorte(n) als Hauptzutat haben. Diese wird mit ein paar einfachen Gewürzen und Kräutern zu einem Dip verarbeitet. Das macht arabische Dips köstlich, vielseitig und sehr einfach zuzubereiten.

In diesem Artikel stelle ich dir die besten arabischen Dips vor, die du unbedingt ausprobieren solltest.

Arabische Dips Rezepte

Hummus

Hummus

Fangen wir mit dem beliebtesten arabischen Dip an: Hummus. Hummus ist die beliebte arabische Kichererbsen-Creme, die in den letzten Jahrzehnten die Welt erobert hat. Auch in Deutschland ist Hummus sehr bekannt und beliebt. Obwohl der Dip recht simpel ist, gibt es verschiedene Varianten. Jedes Land (und jede Region) hat eine etwas andere Variante. Wichtig zu wissen ist, dass Hummus immer Kichererbsen als Hauptzutat enthält. Das liegt daran, dass Hummus das arabische Wort für Kichererbsen ist!

Traditioneller arabischer Hummus besteht aus Kichererbsen, Tahini (Sesampaste), Wasser (für die Konsistenz) und ein paar Gewürzen wie Zitrone, Knoblauch und Salz. Manche Leute fügen Joghurt und Kreuzkümmel hinzu. Dieser berühmte arabische Dip gehört zu jeder arabischen Mahlzeit – ob zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Es wird gerne zu Falafel, einem weiteren beliebten arabischen Kichererbsengericht, serviert.

Zum Hummus Rezept

Mutabal

Arabisches Mutabal Rezept

Weiter geht’s mit einem zweiten Klassiker der arabischen Dips: Mutabal. In Restaurants jenseits des Orients wird dieser cremige Auberginen-Dip oft unter dem Namen Baba Ghanoush verkauft. Interessanterweise gibt es beide Dips, aber es gibt einen Unterschied zwischen Mutabal und Baba Ghanoush. In der Levante (die Länder im östlichen Mittelmeerraum, von Syrien über den Libanon bis Jordanien) heißt der berühmte Auberginen-Dip (wie oben abgebildet) Mutabal Batinjan (Auberginen-Mutabal). Aber weil der türkische Name Baba Ghanoush international bekannt ist, bezeichnen auch arabische Restaurants im Ausland Mutabal oft als Baba Ghanoush.

Klingt verwirrend? Der Nahe Osten (das ehemalige Osmanische Reich) ist ziemlich groß und es gibt eine Menge Gerichte, die in verschiedenen Ländern beliebt sind. Dass Mutabal in so vielen Ländern so beliebt ist, ist für mich nur noch ein Beweis, wie lecker dieser arabische Dip ist!

Die Hauptzutat von Mutabal Batinjan ist geröstete Aubergine. In der Levante sind auch Tahini (Sesampaste), Joghurt, Knoblauch, Zitrone und Salz beliebte Bestandteile von Mutabal. Dieser arabische Dip hat einen rauchigen Geschmack und eine angenehm cremige Konsistenz. Er passt zu vielen Gerichten, von Brot bis hin zu gegrilltem Fleisch, Gemüse und Reis.

Zum Mutabal Rezept

Baba Ghanouj

Baba Ghanoush

Ist Baba Ghanoush nicht Mutabal? Wenn du die vorherigen Absätze aufmerksam gelesen hast, kennst du den Unterschied zwischen Mutabal und Baba Ghanoush und weißt, warum Mutabal oft auch als Baba Ghanoush bezeichnet wird.

Aber wie oben erwähnt, sind es eigentlich zwei unterschiedliche Gerichte. In der Levante gibt es nämlich auch ein Baba Ghanoush (das eigentlich Baba Ghanouj geschrieben wird). Das arabische Baba Ghanouj unterscheidet sich von Mutabal (dem türkischen Baba Ghanoush), trotz einiger Gemeinsamkeiten.

Die Hauptzutat für beide arabischen Dips ist geröstete Aubergine. Im Gegensatz zu Mutabal enthält Baba Ghanouj jedoch weder Joghurt noch Tahini. Das ist eine gute Nachricht für Veganer und diejenigen, die Tahini (Sesampaste) nicht mögen. Stattdessen besteht Baba Ghanouj aus gerösteten Auberginen mit fein gehackten Tomaten und Walnüssen, Granatapfelmelasse, Zitrone, Knoblauch und Salz. Im Vergleich zu Mutabal hat es einen ganz anderen Geschmack. Wenn du mich fragst, schmecken beide fantastisch!

Zum Baba Ghanouj Rezept

Labneh

Labneh Rezept

Magst du gerne Joghurt, wirst du Labneh lieben. Labneh ist eine Art Frischkäse, der aus Naturjoghurt gewonnen wird. Er wird besonders gerne zum Frühstück serviert, meist zusammen mit anderen Käsesorten, Joghurt und Eiern.

Während das Konzept von Labneh einfach ist, können Geschmack und Konsistenz je nach Rezept unterschiedlich ausfallen. Kurze Ruhezeiten machen deinen Labneh dünnflüssiger. Wird dem Joghurt hingegen viel Molke entzogen, ist das Labneh dickflüssiger und stärker im Geschmack. Labneh kann herzhaft (mit Olivenöl) oder süß (mit Walnüssen und Honig) gegessen werden.

Zum Labneh Rezept

Muhammara

Muhammara

Das ursprünglich aus Syrien stammende Muhammara ist ein weiteres beliebtes Gericht aus der Kategorie arabische Dips. Das Konzept von Muhammara besteht darin, übrig gebliebenes Brot (altes Pita-Brot) zu verwenden, von dem fast jede Familie zumindest etwas hat. Im Nahen Osten ist es sehr unüblich, Lebensmittel wegzuwerfen. Stattdessen versuchen die Menschen so gut es geht, Reste in ein neues Gericht zu integrieren. So entstand eine ganze Reihe neuer Gerichte. Eines davon ist Muhammara.

Für diesen beliebten arabischen Dip werden rote Paprikaschoten geröstet (auf dem Grill oder im Ofen). Sie werden mit Brot vermischt, das zunächst zu feinen Bröseln (ähnlich Semmelbröseln) gemahlen wurde. Für Geschmack und Konsistenz fügen wir Walnüsse, Knoblauch, Olivenöl und Granatapfelmelasse hinzu. Manche Leute verfeinern den Geschmack mit Tomatenmark und Chili (für etwas Schärfe) und würzen mit etwas Salz und Pfeffer.

Heute ist Muhammara so beliebt, dass es kein Resteessen mehr ist. Dieser herzhafte Dip ist ein Muss für jede Grillparty, denn er passt hervorragend zu herzhaften Gerichten wie gegrilltem Fleisch (z.b. Kafta), Reis und Salaten.

Zum Muhammara Rezept

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