5 beliebte Hülsenfrüchte in der arabischen Küche (mit Rezeptideen)

Hülsenfrüchte sind vielseitig, lecker und erschwinglich. Hülsenfrüchte sind in der arabischen Küche eine sehr beliebte Zutat. Von Kichererbsen über Favabohnen bis hin zu Linsen gibt es verschiedene Hülsenfrüchte, die in der arabischen Küche unverzichtbar sind.

Ich zeige dir die 5 beliebtesten Hülsenfrüchte der arabischen Küche und wie sie zubereitet werden. Zudem gebe ich dir einige Rezeptideen mit auf den Weg, damit du direkt mit dem Kochen beginnen kannst. Freue dich auf Hummus, Falafel und andere orientalische Köstlichkeiten!

Was sind Hülsenfrüchte?

Hülsenfrüchte ist der Oberbegriff für Pflanzen aus der Familie der Fabaceae. Zu den Hülsenfrüchten gehören Linsen, Bohnen, Erbsen und sogar Erdnüsse. Hülsenfrüchte gibt es in unterschiedlichen Varianten. Insgesamt gibt es über 18.000 Arten von Hülsenfrüchten!

Hülsenfrüchte sehr vielseitig und aromatisch. In der arabischen Küche sind sie in vielen vegetarischen und veganen Gerichten zu finden.

Hülsenfrüchte in der arabischen Küche

Einige Hülsenfrüchte gehören, genau wie Fleisch, Käse und Gemüse, in der arabischen Küche zu den Grundnahrungsmitteln. Es gibt zahlreiche beliebte und klassische Rezeptideen mit Bohnen und Linsen als Hauptzutaten.

Hier erfährst du mehr über 5 häufig verwendete Hülsenfrüchte in der arabischen Küche.

1. Kichererbsen

Kichererbsen (auch Garbanzabohnen genannt) werden im Nahen Osten seit 7000 v. Chr. angebaut. Kannst du dir die orientalische Küche ohne Kichererbsen vorstellen? Ich auch nicht. Tatsächlich basieren weltberühmte Gerichte wie Hummus und Falafel auf Kichererbsen.

Kichererbsen gibt es in zwei Varianten. Die häufigste ist die cremefarbene ägyptische Sorte, die in der arabischen Küche verwendet wird. Außerdem gibt es eine kleinere braune und schwarze Sorte, die in Indien, Mexiko und Äthiopien angebaut, jedoch nicht in der arabischen Küche verarbeitet wird.

Kichererbsen kannst du getrocknet oder in Dosen kaufen. Wo liegt der Unterschied?

Für Dips und Salate nimmst du am besten Kichererbsen aus der Dose, da sie bereits verzehrfertig sind.

Getrocknete Kichererbsen erfordern etwas mehr Mühe, aber der Geschmack ist besser. Getrocknete Kichererbsen müssen über Nacht in Wasser eingeweicht werden. Je nach Rezept kannst du sie entweder direkt nach dem Einweichen verwenden (z. B. für Falafel) oder sie kochen (z. B. für Hummus, Salate…).

Kichererbsen schmecken leicht nussig und buttrig. Ihr milder Geschmack macht sie zu einer idealen Zutat für Eintöpfe, Salate, Suppen und Dips.

2. Favabohnen

Frisch, zart und saisonal. Favabohnen (auch Ackerbohnen genannt) sind eine der ältesten domestizierten Pflanzen mediterranen Ursprungs. Favabohnen wachsen, ähnlich wie grüne Erbsen, in Hülsen, sind jedoch größer.

Favabohnen erinnern mich an gesellige Mahlzeiten mit der ganzen Familie. Das bekannteste Gericht mit Favabohnen ist Ful Mudammas. Es ist herzhaft und wird häufig zum Frühstück gegessen. Der Favabohnen-Eintopf ist so lecker und sättigend, dass du nach dem Essen am liebsten ein Nickerchen machen möchtest.

Favabohnen gibt es frisch, getrocknet oder in Dosen. Kaufst du frische Favabohnen, musst du sie zunächst aus den Schoten lösen. Anschließend werden die Bohnen blanchiert, um die harte Schale vor dem Kochen zu entfernen. Getrocknete Favabohnen sollten vor dem Kochen eingeweicht werden, da dies die Kochzeit erheblich verkürzt. Favabohnen aus der Dose können sofort verwendet werden. Ich verwende meistens getrocknete Favabohnen oder Favabohnen aus der Dose, da mir das einiges an Aufwand erspart.

Favabohnen haben einen angenehm milden, nussigen bis buttrigen Geschmack. Getrocknete Bohnen schmecken im Vergleich zu frischen Bohnen milder.

3. Rote Linsen

Linsen gehören zu den Zutaten, die in Küchen auf der ganzen Welt zu finden sind. Die arabische Küche bildet da keine Ausnahme.

Es gibt zahllose Arten von Linsen. Auch wenn sie einander ähnlich sehen, können sie sich in Geschmack und Kochzeit stark unterscheiden. Die bekanntesten arabischen Linsen sind relativ klein und lasseb sich leicht und schnell zubereiten.

Am gängigsten sind rote Linsen, aber auch gelbe Linsen sind beliebt. Arabische Linsen gibt es in drei Varianten: geschält, geschrotet und gespalten. Die gespaltene Variante lässt sich am schnellsten zubereiten. In einem orientalischen oder asiatischen Lebensmittelladen findest du diese Linsen unter dem Namen Masoor Dal. Beachte, dass es sich dabei um eine ganz andere Linsensorte handelt als Toor Dal (die eine viel längere Kochzeit und einen ganz anderen Geschmack hat).

In der traditionellen arabischen Küche werden Linsen häufig für Suppen und Eintöpfe verwendet.

Überlegst du, welche roten oder gelben Linsen du kaufen sollst, empfehle ich dir die getrockneten Linsen aus dem Supermarkt. Sie sind schnell und einfach zuzubereiten, weshalb es nicht viele vorgekochte Versionen gibt. Einweichen ist nicht nötig und die Kochzeit beträgt nur 15 Minuten.

4. Grüne Linsen

Gehören Linsensalat oder Linseneintopf zu deinem Speiseplan, dann kennst du auch die gewöhnliche, grüne Linse.

Grüne Linsen sind im Vergleich zu roten und gelben Linsen herzhafter. Deshalb findest du sie oft in deftigen Gerichten wie Eintöpfen. Zudem sind grüne Linsen die Hauptzutat für das berühmte arabische Reisgericht Mujadarra, das hauptsächlich aus Reis mit grünen Linsen und karamellisierten Zwiebeln besteht.

Du kannst grüne Linsen auch für die Zubereitung von Salaten verwenden. Mit reichlich Knoblauch angemacht ist der arabische Linsensalat unwiderstehlich lecker. Dieses Gericht zeigt, dass Linsen nicht viel brauchen, um lecker zu sein!

Grüne Linsen findest du in den meisten Lebensmittelläden. Auch bei den grünen Linsen gibt es verschiedene Sorten. Die Linsensorte, die du für die arabische Küche brauchst, ist eine runde, flache Linsenart mit einer khakigrünen bis bräunlichen Farbe. In einigen Ländern werden sie als braune Linsen bezeichnet.

Grüne Linsen sind schnell gar (20-30 Minuten Kochzeit) und behalten ihre Form und knackige Textur. Kochst du sie länger, zerfallen sie und werden matschig.

5. Grüne Erbsen

Erbsen gehören zu den ältesten kultivierten Pflanzen und stammen aus dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten. Heutzutage sind sie weltweit sehr beliebt.

In westlichen Ländern findest du grüne Erbsen oft zusammen mit Möhren. Ein großartiges Duo, wobei Erbsen auch mit vielen anderen Gemüsesorten kombiniert sowie einzeln gegessen werden können. Dank ihres subtilen Geschmacks eignen sie sich hervorragend als Beilage zu Reisgerichten, Suppen, Eintöpfen und sogar Salaten.

Wie viele andere Hülsenfrüchte kannst du auch grüne Erbsen getrocknet, frisch, in Dosen oder sogar tiefgefroren kaufen. Getrocknete Erbsen müssen nur über Nacht eingeweicht werden, wenn sie ungeschält sind. Geschälte getrocknete Erbsen müssen nicht eingeweicht werden.

Für viele orientalische Rezepte genügt eine Handvoll grüner Erbsen. Wir verwenden sie selten als eigenständiges Gemüse (wie Linsen oder Kichererbsen), sondern meist als Beilage zu anderem Gemüse oder Hülsenfrüchten. Das bedeutet, dass sich das Kochen einer kleinen Menge grüner Erbsen möglicherweise nicht lohnt. Ich empfehle dir, stets einige tiefgekühlte Erbsen im Haus zu haben. Während Dosenerbsen fade schmecken und die Konsistenz breiartig ist, haben gefrorene Erbsen einen ausgezeichneten Geschmack und eine angenehme Konsistenz. Du kannst entweder gefrorene Erbsen kaufen oder Erbsen, die du eingeweicht und gekocht hast, einfrieren und später verwenden.

Fragen oder Feedback?

Hast du Fragen zu Hülsenfrüchten oder zur arabischen Küche? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar (am Ende der Seite). Ich helfe dir gerne weiter, damit auch du zuhause lecker arabisch kochen kannst.

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