Arabisches Hummus Rezept

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Hummus (auch Houmous geschrieben) ist einer der beliebtesten Dips im Nahen Osten. In Ländern wie Jordanien, Ägypten oder dem Libanon gehört Hummus zu jedem guten Frühstück. Hummus ist mittlerweile weltweit bekannt und die Zubereitung ist ganz einfach, wenn du ein paar Details beachtest.

In diesem Schritt-für-Schritt Rezept zeige ich dir, wie du echten arabischen Hummus zubereitest.

Was ist Hummus?

Hummus (Houmous) ist ein Dip, der im 13. Jahrhundert im Nahen Osten entstanden ist. Er wird aus einigen wenigen Grundzutaten hergestellt, wobei Kichererbsen die Hauptzutat sind.

In Jordanien sowie in den meisten Ländern des Nahen Ostens ist Hummus Teil eines gesunden und reichhaltigen Frühstücks. Hummus bildet ein Dreamteam mit Falafel, den berühmten arabischen Kichererbsenbällchen. Da Hummus gut zu Brot und vielen anderen Gerichten passt, wird er auch gerne zum Mittag- und Abendessen gereicht.

Hummus Zutaten

Viele arabische Rezepte beruhen auf jahrhundertealten Zubereitungsverfahren. Traditioneller Hummus benötigt nur wenige Zutaten und ist einfach zuzubereiten. Hummus ist gesund und vegan.

Es gibt viele moderne Variationen dieses arabischen Klassikers. Ich zeige dir das Originalrezept für Hummus, wie du es in Jordanien, Ägypten und im Libanon findest.

  • Getrocknete Kichererbsen: Das Wichtigste für arabischen Hummus sind getrocknete Kichererbsen. Kichererbsen aus der Dose sind zwar auch geeignet, ich betone es aber immer wieder, dass der beste Hummus mit getrockneten Kichererbsen zubereitet wird. Weiche sie über Nacht ein (mindestens 12, besser 20-24 Stunden) und koche sie anschließend 1,5 Stunden. Das klingt vielleicht etwas mühsam, aber es lohnt sich, vertraue mir!
  • Tahini: Die zweite wichtige Zutat für arabischen Hummus ist Tahini. Tahini ist eine cremige Paste, hergestellt aus gemahlenem Sesam. Während Sesam (ähnlich wie Nüsse) viel Öl enthält, ist Tahini reich an Antioxidantien, Vitamin B und E sowie gesunden Fetten. Es ist zudem für seine stark entzündungshemmenden und andere positive Eigenschaften für die Gesundheit bekannt. Es gibt viele Gründe, Tahini in deinen Speiseplan aufzunehmen – Hummus ist das ideale Gericht, um damit zu beginnen. Achte darauf, dass du hochwertiges Tahini verwendest.
  • Wasser: Verwende eiskaltes Leitungswasser, um deinen Hummus cremig zu machen.
  • Knoblauch: Nimm Knoblauchzehen statt Knoblauchpulver. Gib die geschälten Zehen einfach in den Mixer oder zerkleinere sie mit einer Gabel. Dein Hummus wird einen sanften Knoblauchgeschmack entwickeln, den du je nach Vorliebe natürlich verstärken kannst. Magst du keinen Knoblauch im Essen, lass ihn einfach weg.
  • Zitronensäure: Mit Zitronensäure verleihst du deinem Hummus den perfekten Geschmack. Zitronensäure hat gegenüber frischen Zitronen den Vorteil, dass es seinen Geschmack nicht verändert, falls du deinen Hummus nicht am selben Tag genießen möchtest. Frische Zitronen lassen den Hummus bitter schmecken, wenn er zu lange aufbewahrt wird.
  • Backnatron: Backnatron (nicht Backpulver!) ist eine Art geheime Zutat für deinen Hummus. In den meisten traditionellen Hummus Rezepten ist es daher nicht zu finden. Das Backnatron erhöht den pH-Wert des Wassers, was weichere Kichererbsen liefert. Dein Hummus wird also noch cremiger und somit noch köstlicher.
  • Zutaten für die Garnierung: Garniere deinen Hummus mit ein paar einfachen Zutaten, damit er noch attraktiver aussieht. Das Auge isst mit! Gib etwas Olivenöl über den Hummus (was zugleich den Geschmack intensiviert) und streue einige Kichererbsen, etwas Sumachpulver oder gehackte Petersilie über deinen Hummus.

Hinweis: Die genauen Mengenangaben (je nach Portionsgröße) findest du in der Rezeptkarte am Ende dieses Rezepts.

Traditionelles Hummus Schritt-für-Schritt Rezept

1. Kichererbsen einweichen

Genau wie bei Falafel oder anderen arabischen Gerichten mit Kichererbsen empfehle ich getrocknete Kichererbsen und nicht solche aus der Dose. Gib die getrockneten Kichererbsen in eine Schüssel und füge die dreifache Menge kaltes Wasser hinzu. Lasse die Kichererbsen über Nacht (mindestens 12, besser 20-24 Stunden) einweichen.

Kichererbsen einweichen

2. Abgießen und abspülen

Die Kichererbsen sind am nächsten Tag doppelt so groß. Spüle sie in einem Sieb ab und lasse sie abtropfen.

Abgießen und abspülen

3. Kichererbsen kochen

Gib die Kichererbsen in einen großen Topf und füge reichlich (warmes) Wasser zu. Bei 200 g Kichererbsen gebe ich beispielsweise 2 Liter Wasser in den Topf. Dann lässt du die Kichererbsen auf hoher Stufe 30 Minuten kochen.

Kichererbsen kochen

4. Backnatron zufügen

Reduziere die Temperatur auf mittlere Hitze und rühre das Backnatron ein. Das Backnatron wird schäumen, der Topf sollte also nicht zu klein sein. Lasse das Ganze weitere 60 Minuten kochen. Die Kichererbsen werden zu einem weichen Brei, was das Geheimnis eines perfekten und cremigen Hummus ist.

Kichererbsen kochen mit Backnatron

5. Kichererbsen abtropfen lassen

Nimm den Topf mit den gekochten Kichererbsen vom Herd. Schütte sie in ein Sieb und spüle sie gut mit kaltem Wasser ab. Lasse sie mindestens eine Stunde ruhen. Die Kichererbsen sollten vollständig abgekühlt sein, bevor du weitermachst.

Kichererbsen abkühlen lassen

6. Knoblauch schälen

Schäle eine frische Knoblauchzehe, schneide die Enden ab und gib sie in einen Mixer.

Knoblauchzehe schälen und vierteln

7. Knoblauch und Kichererbsen pürieren

Gib nun die Kichererbsen zu dem Knoblauch in den Mixer und püriere die Mischung etwa 2-3 Minuten. Die Mischung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht perfekt cremig. Indem du aber vor der Zugabe von (zuviel) Flüssigkeit pürierst, vermeidest du mögliche Klumpenbildung.

Houmous Step 7

8. Tahini, Wasser, Zitronensäure und Salz zufügen

Füge Tahinicreme, Wasser, Meersalz und Zitronensäure hinzu. Püriere die Mischung weitere 2 Minuten, bis du eine gleichmäßige, cremige Masse erhältst. Ist es dein erster Hummus? Probiere kurz, ob der Geschmack gut ist und füge nach Bedarf noch etwas Zitronensäure zu.

Houmous Step 8

9. Servieren

Gib den fertigen Hummus in eine flache Schüssel oder verwende einen hübschen Teller. Der Hummus kann sofort verzehrt werden. Die Konsistenz wird noch besser, wenn du ihn vor dem Servieren eine Stunde ruhen lässt. Garniere deinen Hummus mit Olivenöl, Sumachpulver, einigen Kichererbsen oder gehackten Petersilienblättern.

Original arabischer Hummus
Authentic Hummus Recipe Pinterest

Arabisches Hummus Rezept

Einfaches Schritt-für-Schritt Rezept für arabischen Hummus. Unwiderstehlich cremig, nach dem traditionellen Hummus Rezept, wie es in Jordanien, Palästina und dem Libanon zu finden ist.
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Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 1 Std.
Resting time 20 Stdn.
Arbeitszeit 21 Stdn. 15 Min.
Gericht Breakfast, Side Dish
Land & Region Mediterranean, Middle Eastern
Portionen 8
Kalorien 240 kcal

Zutaten
  

  • 200 g getrocknete Kichererbsen
  • 200 g Tahini
  • 150 ml kaltes Wasser
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1.5 TL Zitronensäure
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Backnatron
  • 2 TL Olivenöl (zum Garnieren)
  • 1 Prise Sumac (zum Garnieren)
  • 2-3 Blätter Petersilie (zum Garnieren)

Anleitungen
 

  • Kichererbsen in eine große Schüssel geben, Wasser hinzufügen (Verhältnis 1:3). Mindestens 12 Stunden (besser 20-24 Std) einweichen lassen.
  • Kichererbsen in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
  • Kichererbsen in einen großen Topf mit reichlich Wasser geben. 30 Minuten bei hoher Temperatur kochen.
  • Temperatur auf mittlere Hitze reduzieren. Backnatron einrühren und weitere 60 min kochen.
  • Die gekochten Kichererbsen in einem Sieb abgießen und eine Stunde abkühlen lassen.
  • Knoblauchzehe schälen und in den Mixer geben.
  • Knoblauch und Kichererbsen etwa 2-3 Minuten im Mixer pürieren.
  • Tahini, Wasser, Meersalz und Zitronensäure zufügen und weitere 2 min zu einer geschmeidigen Masse mixen.
  • Den fertigen Hummus in einer flachen Schale oder auf einem Teller servieren. Mit Olivenöl, Sumach und Petersilienblättern garnieren.

Notizen

  • Die Nährwertangaben sind grobe Richtwerte und können je nach genauem Gewicht, Art und Hersteller der verwendeten Zutaten variieren.

Nutrition

Calories: 240kcalCarbohydrates: 21gProtein: 9gFat: 15gSaturated Fat: 2gPolyunsaturated Fat: 6gMonounsaturated Fat: 5gSodium: 80mgPotassium: 335mgFiber: 6gSugar: 3gVitamin A: 34IUVitamin C: 2mgCalcium: 62mgIron: 3mg
Keyword Mezze, Houmous, Hummus
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Häufig gestellte Fragen

Einfaches Schritt-für-Schritt Rezept für arabischen Hummus. Unwiderstehlich cremig, nach dem traditionellen Hummus Rezept, wie es in Jordanien, Palästina und dem Libanon zu finden ist.

Was ist Hummus?

Hummus (auch Houmous geschrieben) ist ein beliebter arabischer Dip, der seinen Ursprung bereits im 13. Jahrhundert hat. Als außerordentlich lecker, gesund und sättigend bekannt, hat Hummus mittlerweile die ganze Welt erobert.

Woraus besteht Hummus?

Traditioneller arabischer Hummus besteht aus ein paar einfachen Zutaten: Kichererbsen, Tahini, Meersalz, Zitrone (bzw. Zitronensäure), Wasser, Knoblauch und Olivenöl (zum Garnieren).

Was passt zu Hummus?

Hummus passt ausgezeichnet zu Falafel, den beliebten Bällchen aus Kichererbsen, einem weiteren Gericht aus dem Nahen Osten. Hummus passt ebenfalls als Dip zu Crackern, Tomaten, Gurken und Möhren.

Wie schmeckt Hummus?

Dank seiner Zutat Tahini hat Hummus einen milden nussigen Geschmack. Je nachdem, wie viel Zitronensäure zugefügt wird, kann der Geschmack variiert werden.

Wie lange ist Hummus haltbar?

Die Haltbarkeit hängt davon ab, ob du frische Zitrone oder Zitronenpulver verwendest. Frische Zitrone lässt den Hummus nach einiger Zeit bitter schmecken, während Zitronensäure den Geschmack nicht beeinträchtigt. Im Kühlschrank hält sich Hummus locker 4-5 Tage.

Wie wird Hummus gegessen?

Im Nahen Osten wird Hummus gewöhnlich mit Brot gegessen. Häufig findest du Hummus auch in Sandwiches, als köstliches Falafel-Sandwich. In westlichen Kulturen wird Hummus gerne als Dip zu Gurken, Möhren oder Crackern serviert.

Wo kommt Hummus her?

Hummus hat seinen Ursprung im Nahen Osten und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Man sagt, Hummus stamme aus Ägypten.

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Ahlan, I’m Kitty! Welcome2Jordan is the result of my love for Jordan, good food and adventures. Through this blog and my self-published travel guide, I’d like to share information on Jordan and it’s heritage, culture and cuisine.

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