Tzatziki ist eines der Gerichte, das auf keiner Grillparty fehlen darf. Und das aus gutem Grund. Der erfrischende Dip mit Joghurt und Gurke passt perfekt zu Fleisch und Salaten. In der orientalischen Küche wird er auch als Beilage zu Reisgerichten und Gemüse serviert.
Heute zeige ich dir, wie du Tzatziki nach orientalischer Art selber machst. Neben Tipps zur Zubereitung gebe ich dir ein paar Rezepte an die Hand, die gut zu Tzatziki passen.

Inhalte
Was ist Tzatziki?
Tzatziki ist ein Dip aus Joghurt, Gurken und frischen Kräutern (Minze oder Dill). In der mediterranen und orientalischen Küche ist Tzatziki eine der beliebtesten Beilagen zu Reisgerichten, Bulgur, Fleisch und Gemüse. Der Dip wird mit anderen Mezze Gerichten, Salaten und Brot serviert.
Tzatziki ist eines der Gerichte, die so ziemlich jeder mag. Seinen Ursprung soll es im heutigen Griechenland zu Zeiten des osmanischen Reiches haben, einer türkischen Macht, die über große Teile Südosteuropas und Westasiens herrschte. Aus diesem Grund streiten sich die Gemüter, ob Tzatziki griechisch oder türkisch ist. Wie dem aus sei, für mich ist Tzatziki vor allem ein Gericht der Geselligkeit, denn Essen verbindet Kulturen.
Der griechische Name Tzatziki hat sich in den meisten westlichen Ländern etabliert. Er stammt vom türkischen Wort Cacik ab. In einigen arabischen Ländern wird der Dip Khair wa Laban genannt, was so viel wie Gurken und Joghurt bedeutet. Im Irak heißt er Jajik, im Iran Mast-o-Khair und in Indien Raita. Neben unterschiedlichen Namen hat jede Region ihre eigene Zubereitungsweise. Für mich ist diese Vielfalt eines der Dinge, die dieses Gericht so besonders machen.
Heute zeige ich dir die orientalische Version von Tzatziki, wie du sie in Ländern wie Jordanien, dem Libanon und Syrien findest.

Tzatziki Zutaten
Für Tzatziki nach orientalischer Art brauchst du die folgenden Zutaten:
- Naturjoghurt: Vollmilch Naturjoghurt (10 %) ist die beste Wahl für Tzatziki. Verwende möglichst griechischen oder türkischen Joghurt, da dieser besonders cremig ist.
- Gurken: Snackgurken (kleine Gurken) eignen sich am besten. Diese sind weniger wässrig als die großen Schlangengurken. Du findest die kleinen Gurken in jedem orientalischen Laden sowie in gut sortierten Supermärkten. Die Gurken können ungeschält oder geschält verwendet werden. Du kannst sie fein hacken oder raspeln, je nach gewünschter Konsistenz.
- Knoblauch: Knoblauch gehört in jedes Tzatziki. Verwende frische Knoblauchzehen. Diese werden gepellt und dann gepresst oder fein gehackt.
- Frische Kräuter (Minze oder Dill): Orientalischer und griechischer Tzatziki unterscheiden sich vor allem bei der Wahl der Kräuter. In der orientalischen Version wird frische Minze für Tzatziki verwendet (in Europa meist Dill). Mein Favorit ist eine Mischung aus frischer Minze (fein gehackt) und getrockneter Minze (aus dem Gewürzregal). Beide haben ihren eigenen Geschmack und ergänzen sich hervorragend. Magst du keine Minze, kannst du stattdessen Dill oder auch Basilikum verwenden.
- Salz: Eine Prise Salz rundet den Geschmack ab. Je nach Geschmack kannst du den Dip mehr oder weniger salzen.
Tzatziki Rezept Schritt-für-Schritt
Hinweis: Die genauen Mengenangaben (je nach Portionsgröße) findest du in der Rezeptkarte am Ende dieses Rezepts.
Schritt 1: Gurken schneiden
Zunächst geht’s ans Schnibbeln. Ich beginne mit den Gurken. Für Tzatziki empfehle ich, die Gurken zu schälen. Du kannst aber auch Gurken mit Schale verwenden, wenn du das lieber magst. Schneide die Gurke der Länge nach in zwei Hälften und schneide beide Hälften nochmals in Viertel. Danach schneidest du Gurkenstreifen in feine Würfel. Gewürfelte Gurken verleihen deinem Tzatziki etwas Biss. Magst du eine flüssigere Konsistenz (ähnlich wie Sauce), kannst du die Gurke stattdessen reiben.
Schritt 2: Knoblauch pressen
Schäle die Knoblauchzehen und zerdrücke sie in einem Mörser. Alternativ kannst du sie pressen oder mit einem Messer fein hacken.
Schritt 3: Minze hacken
Zupfe die Minzblättchen einzeln von den Stielen. Entsorge die Stiele. Hacke die Minzblättchen mit einem Küchenmesser. Bündle die Blättchen und hacke sie mehrmals, sodass die Minze sehr fein gehackt ist.
Schritt 4: Joghurt in eine Schüssel geben
Gib den Joghurt in eine mittelgroße Rührschüssel und füge die restlichen Zutaten hinzu: Gurke, Minze, Knoblauch, getrocknete Minze (falls verwendet) und Salz.
Schritt 5: Gut verrühren
Verrühre alle Zutaten gründlich.
Schritt 6: Servieren
Tzatziki kann sofort serviert werden. Möchtest du den Knoblauchgeschmack etwas intensivieren, stellst du den Dip vor dem Servieren für einige Stunden in den Kühlschrank. Für das Auge garnierst du den Dip mit etwas getrockneter Minze, ein paar Blättchen frischer Minze oder etwas Olivenöl.

Was passt zu Tzatziki?
Tzatziki ist eine beliebte Beilage zu herzhaften Hauptgerichten. In Deutschland ist Tzatziki die Beilage beim Grillen schlechthin. Der Dip passt zu den meisten Grillgerichten, ob Hackbällchen, Steaks oder Grillwürstchen.
In der orientalischen Küche wird Joghurt gerne zu Hauptgerichten serviert. Als Joghurtdip bietet es eine hervorragende Alternative zu Naturjoghurt. Tzatziki passt zu vielen „trockenen“ Gerichten – also Gerichte, die keine Sauce haben. Tzatziki passt perfekt zu Reisgerichten, gegrilltem Hühnchen, Schawarma oder Kebab.Dazu kannst du orientalische Salate wie Tabouleh (Petersiliensalat) oder Fattoush (Brotsalat) sowie weitere leckere Dips wie Mutabal (Auberginencreme) oder Muhammara (Dip aus gerösteter Paprika) servieren.
Vorbereitung & Aufbewahrung
Tzatziki ist in nur 5 Minuten fertig. Dennoch lässt sich der Dip hervorragend im Voraus für mehrere Tage zubereiten. Das Beste an dem Dip ist, dass sich der Knoblauchgeschmack mit der Zeit intensiviert. Tzatziki ist eines der Gerichte, die am nächsten Tag noch besser schmecken.
Reste können in einem luftdichten Behältnis im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 3-4 Tagen verzehrt werden.
Fragen oder Feedback?
Hat dir dieses Rezept gefallen, freue ich mich sehr über eine Bewertung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. Falls du Feedback oder Fragen zum Rezept hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar (am Ende der Seite). Ich helfe dir gerne weiter, damit auch du zuhause lecker arabisch kochen kannst.
Lerne Arabisch kochen
Ist die arabische Küche Neuland für dich? Dann ist dieses arabische Kochbuch genau das Richtige für dich! Neben einer Vielzahl leckerer Rezepte findest du in diesem Buch nützliche Informationen rund um die arabische Küche, von Zutaten, Gewürzen bis Kochtechniken.

Orientalisches Tzatziki
Zutaten
- 250 g Naturjoghurt 10 %, türkisch/griechisch
- 1 Snackgurke
- 2 Knoblauchzehen
- 5 Minzblättchen alternativ Dill oder Basilikum
- 1 TL getrocknete Minze optional
- 1/2 TL Salz
Anleitung
- Die Gurke schälen und fein hacken (oder reiben).
- Knoblauchzehen schälen und pressen (oder fein hacken).
- Minzblättchen von den Stielen zupfen (Stiele entsorgen). Die Blättchen sehr fein hacken.
- Den Joghurt in eine Rührschüssel geben. Gewürfelte Gurke, gepressten Knoblauch, gehackte Minze, getrocknete Minze (optional) und Salz zufügen. Alle Zutaten gründlich verrühren.
- Tzatziki kann sofort verzehrt werden. Für einen intensiveren Geschmack vor dem Servieren für 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Mit etwas getrockneter Minze, frischen Minzblättchen oder Olivenöl garnieren (optional).
Video
Notizen
- Kleine Gurken (Snackgurken) eignen sich am besten. Diese sind weniger wässrig als die großen Schlangengurken. Du findest die kleinen Gurken in jedem orientalischen Laden sowie in gut sortierten Supermärkten. Die Gurken können ungeschält oder geschält verwendet werden. Du kannst sie fein hacken oder raspeln, je nach gewünschter Konsistenz.
- Mein Favorit ist eine Mischung aus frischer Minze (fein gehackt) und getrockneter Minze (aus dem Gewürzregal). Beide haben ihren eigenen Geschmack und ergänzen sich hervorragend.
- Magst du keine Minze? Verwende dann Dill oder Basilikum.
- Vollmilch Naturjoghurt (10 %) ist die beste Wahl für Tzatziki. Verwende möglichst griechischen oder türkischen Joghurt, da dieser besonders cremig ist.
Nährwerte
Die Nährwertangaben sind grobe Richtwerte und können je nach genauem Gewicht, Art und Hersteller der verwendeten Zutaten variieren.

